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“Basically, I'm for anything that gets you through the night - be it prayer, tranquilizers or a bottle of Jack Daniels.”

“Critics don't bother me because if I do badly, I know I'm bad before they even write it. And if I'm good, I know I'm good. I know best about myself, so a critic doesn't anger me.”

“The thing that influenced me most was the way Tommy played his trombone. It was my idea to make my voice work in the same way as a trombone or violin - not sounding like them, but "playing" the voice like those instrument- alists.”
Bill Miller

Pianist (1915 - 2006)

Oh, meine sehr verehrten Damen und Herren, wer von Ihnen vermöchte sich die großen Sinatra- Saloon-Songs wie
Angel Eyes und natürlich ganz besonders One For My Baby ohne die prägnante Klavierbegleitung Bill Millers vorzustellen? Gerade letztgenannter Song  wird ganz besonders vom Spiel Millers geprägt, dem dadurch ohne jeden Zweifel ein großer Anteil an der Popularität dieses Titels zugeschrieben werden kann. Meines Erachtens nach sogar muss, meine geschätzten Leserinnen und Leser. Ohne Schnauzbart Miller nämlich wäre One For My Baby bestenfalls nur halb so genial - er war es, der den Sänger zu einer seiner besten Song- Interpretationen überhaupt anspornte, ihm sozusagen den Weg wies und durch seine Begleitung das Beste aus Sinatra herauszukitzeln imstande war. Dies naturgemäß am eindrucksvollsten dann, wenn die beiden den Song nur als Duo Sänger/Pianist vortrugen, wie es unter Live-
Bedingungen nicht selten der Fall war.

Aus eben diesem Grunde wollen wir hierorts den sich gerne im Hintergrund haltenden, unauf- fälligen Wegbegleiter Sinatras mit einem kurzen Portrait würdigen. So sehr übrigens hielt Miller sich im Verborgenen, dass es offenbar kaum Photos von ihm gibt - ja in der Tat: Sie können stundenlang das Hinternetz abgrasen, bevor Sie mit etwas Glück eine photographische Abbild- ung des Pianisten erheischen - fast ist es, als habe dieser Mann, den es so wenig ins Rampen- licht drängte, dass er in all den Jahrzehnten, in denen er Sinatra als Begleiter und/oder Dirigent diente, nie eine eigene Platte aufnahm, gar kein Gesicht gehabt - geradezu gespenstisch...
doch erlauben Sie mir, fortzufahren, meine hochverehrten Leserinnen.

Miller wurde am 15. Februar des Jahres 1915 geboren und zwar zu Brooklyn, New York. Somit war er ein rundes halbes Jährchen älter als der Barde, überlebte denselben aber dennoch um so manches Jahr, in der Tat fast ein Dezennium: Miller segnete das Zeitliche anno 2006, während Sinatra - wie Sie zweifelsohne wissen - bereits anno 1998 den Heimgang antrat. Schon zu High School-Tagen trat Miller als Pianist in Erscheinung und sein Spiel sorgte dafür, dass alsbald namhafte Bandleader auf das junge Talent aufmerksam wurden. Bereits 1933 wurde er von dem Bandleader Larry Funk in dessen Band aufgenommen, später wechselte Miller in das Orchester von John Haymes, bevor er schließlich 1937 bei der Band des Jazz-Vibraphonisten Red Norvo und dessen Gemahlin, der Sängerin Mildred Bailey, einstieg. Zwei Jahre verblieb Miller in diesem herrlichen Orchester und sammelte durch Auftritte und Platteneinspielungen reiche Erfahrungen, auch als Begleiter von Vokalisten.

Miller hätte dieser Band wohl noch länger angehört, allerdings wurde sie nach der Scheidung der beiden Leiter aufgelöst und Schnauzbart Miller wechselte zu einem anderen großen Namen der Swing-Ära, zu Charlie Barnet. Jawohl, zu Charlie Barnet, welcher zwar heute nur mehr ein paar Eingeweihten ein Begriff ist, zu seiner Zeit aber zu den führenden Band-Leadern gehörte. Dessen Trompeter und Arrangeur war zu dieser Zeit übrigens ein gewisser Billy May, der später durch seine Arrangements für etliche epochale Swing-Alben Sinatras zu Unsterblichkeit gelangen sollte. Die Jahre des zweiten Weltkrieges verbrachte Bill Miller bei diversen Militär-Kapellen,
nach dem Kriege schloss er sich erneut Barnet´s Orchester an.

Die nächsten Stationen von Bill Miller waren Gastspiele bei Tourneen von ausgesprochenen Top-Leuten wie Benny Goodman oder
Tommy Dorsey, die in der Hierarchie bedeutend höher standen als seine früheren Brotherrn wie Haymes oder Barnet. Auch begann Miller mit kleineren Gruppen unter eigenem Namen aufzutreten.

Die Zusammenarbeit von Bill Miller und Sinatra begann im Jahre 1951 - einer Zeit, in welcher
die Popularität Sinatras sehr im Schwinden begriffen war und seine Platten längst nicht mehr die Verkaufszahlen von Anfang bis Mitte der Vierziger Jahre erreichten. Zudem machten dem Sänger private Probleme zu schaffen, auch seine Stimme bereitete ihm Kummer. Bill Miller und seine Gruppe spielte im Herbst des Jahres 1951 in der Lounge des Hotels "Desert´s Inn", woselbst Sinatra bald einige Auftritte zu absolvieren haben sollte. Sinatra, dem damals die Pianisten davonliefen, weil er zunehmend Schwierigkeiten hatte, sie zu bezahlen, hörte einen der Auftritte des Bill-Miller-Trios und bot ihm die Stelle des Begleitpianisten an. Obwohl damals niemandem verborgen geblieben war, dass die Karriere von The Voice gerade ziemlich angeknackst war, akzeptierte Miller das Angebot und saß schon wenig später bei Sinatras Engagement im "Desert Inn" auf dem Klavierhocker. Die beiden Herren, welche nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich gut miteinander klarkamen, wuchsen nun schnell zu einem eingespielten Team zusammen, just so wie es sich für Sänger und Begleitpianist gehört. Unerachtet dessen ging
es mit Sinatras Karriere in der nächsten Zeit weiterhin bergab. Dass der stets auffallend bleiche Miller in diesen Zeiten das scheinbar sinkende Schiff nicht vorzeitig verließ, sollte sich freilich später, als Sinatra sich und seine Musik bei der Firma Capitol neu erfand und zu ungeahnten Höhenflügen ansetzte, noch bezahlt machen. Einstweilen jedoch fanden die Auftritte, bei denen Miller Sinatra begleitete, in immer kleineren Etablissements vor immer weniger zahlenden Gästen statt. - In der Tat: Sinatra war eigentlich schon abgeschrieben, ein has-been, dessen glanzvolle Tage, als er Verkehrs-Staus, kreischende Teenager-Horden und ähnliches zu verursachen imstande war, längst gezählt waren.

Anfang des Jahres 1952 fanden die ersten Plattenaufnahmen Sinatras statt, auf denen Bill Miller am Piano mitwirkte. Die Standards I Could Write A Book und I Hear A Rhapsody standen auf dem Programm sowie ein swingender, aber unbedeutender Nonsens-Song namens Walking In The Sunshine. Diese Aufnahmen gehören auch zu den letzten Einspielungen, die Sinatra für das Label Columbia machte. Die Firma, welche noch Jahre zuvor mit Sinatra Millionen verdient hatte, war damals bereits wild entschlossen, Sinatras auslaufenden Vertrag wegen der sinkenden Ver- kaufszahlen nicht mehr zu erneuern. Miller und Sinatra blieben dennoch ein Team und als der Sänger 1953 erste Aufnahmen für das Label Capitol machte, war es nur selbstverständlich, dass Miller am Klavier Platz nahm. Auch bei der Europa-Tournee desselben Jahres war Miller mit von der Partie. In den meisten Konzerten dieser Zeit war immer Platz für Nummern, die von Sinatra und Miller ohne weitere Begleitung nur im Duo vorgetragen wurden.

Das Jahr 1953 markierte den Wendepunkt in Sinatras längere Zeit im Tiefflug einhertrudelnder Karriere. Der Oscar für die beste Nebenrolle in Verdammt in alle Ewigkeit brachte ihn erneut nach oben, das Publicum brachte seiner Musik, die sich inzwischen erwachsener als in den Vierziger Jahren anhörte, ab nun wieder vermehrtes Interesse entgegen. Die neue Radio-Show To Be Pefectly Frank zeigte einen oft jazzigen und swingenden Sinatra, der sich deutlich vom einstigen Teenie-Idol, dessen Markenzeichen schmachtende Streicher-Balladen waren, unterschied. In dieser Show sang Sinatra statt mit Orchester stets mit einer kleinen Band unter der Leitung von Bill Miller, welche sich The Sinatra Symphonettes nannte. Bis heute warten die Fans des Barden leider vergeblich darauf, dass die vielen damals entstandenen Aufnahmen tontechnisch restauriert und in angemessener Art und Weise einer offiziellen Veröffentlichung zugeführt würden.

Für Studio-Aufnahmen hatte Sinatra bei Capitol zunächst in Nelson Riddle einen Arrangeur gefunden, der die neue musikalische Richtung kongenial umzusetzen imstande war. Arbeitete der Sänger bei Capitol im Laufe der Jahre auch mit Gordon Jenkins und Billy May als Arrang- euren, so blieb doch der Pianist Bill Miller eine Konstante in Sinatras musikalischer Umgebung. Dies blieb er freilich auch, als Sinatra schließlich Anfang der 60er Jahre sein eigenes Label Reprise gründete. In der Tat gibt es seit den 50er-Jahren bis zum Ende von Sinatras Karriere nur wenige Aufnahmen, bei denen Miller nicht beteiligt gewesen wäre. Selbiges gilt auch für Sinatras TV-Specials, die Proben bei der Erarbeitung neuen Lied-Materials sowie natürlich für seine Konzerttourneen. Somit wurde Miller im Laufe der Jahre zum wohl engsten musikalischen Partner des Sängers.

Diese Partnerschaft, wiewohl (kleinere, manchmal auch längere Unterbrechungen eingerechnet) gut vierzig Jahre während, war allerdings nicht immer ganz frei von Spannungen, ob zwischen beiden Männern eine echte Freundschaft herrschte oder vielmehr der gegenseitige künstlerische Respekt die Triebfeder für die langanhaltende Zusammenarbeit war, ist freilich nicht so leicht zu beantworten. Bekanntlich war Sinatra im Gegensatz zur öffentlich zur Schau gestellten Attitüde eher in sich gekehrt, ließ kaum einen Menschen wirklich hinter seine Fassade blicken.

1968 zeigte sich Sinatra von seiner besten Seite, als Bill Miller bei einem Erdrutsch nicht nur
sein Heim, sondern auch seine Ehefrau verlor: Der Sänger eilte nicht nur stehenden Fußes ans Krankenbett seines schwer verletzten Pianisten, sondern übernahm auch alle Arztrechnungen
und kaufte seinem langjährigen Weggefährten sogar ein nagelneues Haus.

Als Sinatra anno 1973 nach einem zwojährigen "Ruhestand" wieder Konzerte zu geben und Platten aufzunehmen begann, war Miller erneut an seiner Seite. Er war es auch, der Sinatras Entscheidung, wieder ins Rampenlicht zu treten, stets verteidigte wenn Kritiker auf Sinatras Comeback vor allem hinsichtlich der stimmlichen Verfassung des in die Jahre gekommenen Sängers mit (teils zweifelsohne berechtigter) Skepsis reagierten.

Ende der Siebziger Jahre trennten sich die Wege von Miller und Sinatra, welcher sich den Pianisten Vinnie Falcone als neuen Favoriten erkoren hatte, der nun Millers Rolle als Pianist
und Dirigent des Orchsters mehr und mehr zu übernehmen begann, was am langjährigen Weggefährten Miller sicher nicht ohne Spuren vorübergegangen war. Mitte der Achtziger Jahre fanden die beiden nun schon betagten Weggefährten jedoch erneut zusammen und Miller übernahm wie zuvor die Rolle des Pianisten bei Sinatras Konzerten - und zwar bis zu dessen endgültigem Abschied von der Bühne im Februar des Jahres 1995. In all den Jahren verabsäumte es Sinatra kaum je, seinen Pianisten dem Publicum auf besonders herzliche Weise vorzustellen, wenngleich er daneben auch selten vergaß, Witze über die stets äußerst bleiche Gesichtsfarbe Millers zu machen, etwa meinte, er habe ihn in Verdacht "unter einem Stein zu leben" oder ihm den Spitznamen "Sun Tan Charlie" gab. Doch wenn Sinatra, der seine Musiker nur selten lobte, Miller oft als den Besten bezeichnete, so war es vermutlich nicht die übliche Routine-Floskel, sondern entsprang der tiefen Überzeugung des Sängers.

Am stärksten verbindet das Publicum den Pianisten zweifelsohne mit den beiden Balladen
Angel Eyes und One For My Baby, beides sogenannte "Saloon-Songs", wie Sinatra diese Art von Songs gerne bezeichnete. Weitere Informationen zu beiden für Sinatra sowie für Miller enorm wichtigen Songs erhalten Sie, meine sehr geehrten Leserinnen (und Leser), wenn Sie zwo Zeilen weiter oben auf die Song-Titel klicken. Bei Konzerten oftmals als reines Duo (allenfalls mit sehr zurückhaltender Orchesterbegleitung) zum besten gegeben, entfalteten beide Männer in den Saloon-Songs eine ganz eigene Magie, die wohl für immer unwiederholbar bleiben wird. Diese Magie verströmten die beiden auch noch im Greisenalter, wenngleich vielleicht nicht mehr in jenem Ausmaße wie in früheren Jahren, dazu nämlich hatte die Stimme des Sängers in den letzten Jahren seiner Karriere zu sehr gelitten. Trotz der stimmlichen Einbußen darf aber eine Darbietung von Angel Eyes oder One For My Baby in den meisten Fällen zu den erquicklicheren Momenten eines Sinatra-Konzerts der späten Jahre gezählt werden. Makellos bis zum Schluss
seiner Tätigkeit für Sinatra (Dezember 1994 bzw. wenn man es ganz genau nähme, Februar 1995) blieben allerdings Technik und Anschlag von Bill Miller, wiewohl auch er inzwischen - gleich Sinatra - zum Greis geworden war.

Auch bei seinem allerletzten Konzertauftritt vor Publicum, einem eine Handvoll Songs beinhalt- enden Kurzauftritt anläßlich eines Benefiz-Golf-Turniers in Palm Springs im Februar 1995, wurde Sinatra von Schnauzbart Miller begleitet - allerdings verzichtete Sinatra bei dieser Gelegenheit
auf die Darbietung eines Saloon-Songs, möglicherweise wohlwissend, dass seine Stimme der Anforderung vermutlich nicht mehr gewachsen gewesen wäre. Nach 1995 folgten Jahre der Untätigkeit für Bill Miller, Sinatra hatte sich endgültig vom Konzertbetrieb zurückgezogen und wurde zunehmed kränklicher, Miller selbst war freilich ebenfalls ein steinalter Mann geworden.

Als der Sohn von Sinatra, Frank jr, nach Ableben seines alten Herren anno 1998 wieder begann, selbst als Sänger aufzutreten, wandte er sich an Bill Miller, als es galt, den Platz des Pianisten zu besetzen. Bill Miller sagte unerachtet seines hohen Alters zu. Als Robbie Williams 2001 sein Swing-Tribut-Album
Swing When You´re Winnig aufnahm, ließ er sich bei seiner Version
von One For My Baby vom schlohweißen Schnauzbart Bill Miller begleiten - manchen freilich erschien es als Affront, dass Miller, welcher so sehr mit Sinatras Darbietungen des Songs verbunden wird, sich dazu herbeiließ, einem Sänger wie Robbie Williams, welcher im Vergleich zu Sinatra unerachtet seiner ungeheuren Popularität nicht viel mehr als ein Suppen-Kasper genannt werden kann, ausgerechnet bei diesem Stück unter die Arme zu greifen. Je nun, daneben ging Miller auch weiterhin mit Frank Sinatra jr. auf Tournee - manche glühende Sinatra- Verehrer empfanden auch diese Tätigkeit als Sakrileg und Blasphemie, zuletzt beschränkte Miller sich altersbedingt darauf, nur bei wenigen Stücken des Programms in die Tasten zu greifen, wann immer aber Sinatra jr. One For My Baby anstimmte, war Miller der Mann am Klavier. 2005 wirkte er noch bei Juniors freilich wenig erfolgreichem Album That Face mit.

Am zwoten Julei des Jahres 2006 begleitete Miller (inzwischen 91-jährig mehr oder weniger an einen Rollstuhl gefesselt) Frank Sinatra jr. in Montreal ein letztes Mal bei One For My Baby.
Zwo Tage später stürzte der greise Pianist in seinem Hotelzimmer so unglücklich, dass er mit gebrochener Hüfte ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Kurz nach seiner Einlieferung erlitt er zu allem Übel auch noch eine schwere Herzattacke. Zwar wurde eine Bypass-Operation
vorgenommen, aber Schnauzbart Miller erwies sich denn doch als zu geschwächt, um sich davon erholen zu können.

Am 11. Julei 2006 verstarb Bill Miller im Krankenhaus unter Beisein von Angehörigen und Freunden.

Reine Duette von Sinatra und Miller sind nur wenige auf offiziellen Tonträgern erschienen, vor allem Studio-Duette sind rar gesät: Auf der 3CD-Box The Capitol Years hören wir eine lange unveröffentlicht gebliebene Duo-Version von One For My Baby, von
Where Or When gibt es eine rare Aufnahme, auf der nur am Ende das Orchester einsetzt, darüber hinaus hören wir auf der 20 CDs umfassenden Werkschau The Complete Reprise Studio Recordings die Duo-Titel Empty Tables sowie Send In The Clowns, beide aufgenommen 1976. Wie weiter oben schon angedeut- et, versagte sich Miller zeitlebens die Aufnahme einer Platte unter eigenem Namen, auf der 1997 entstandenen Platte The Chairman’s Board Salutes Sinatra - ein instrumentales Tribut-Album, welches wenig Beachtung gefunden hat - ist Miller allerdings ebenfalls zu hören. Für jene Hörer, die sich eingehender mit Millers Beitrag zur musikalischen Hinterlassenschaft des Barden beschäftigen möchten, sind sicherlich die beiden CD´s interessant, die Sinatra in Sextett- Begleitung zu Gehör bringen - Live In Australia sowie Live In Paris, aufgenommen 1959 beziehungsweise 1962. Wenig bekannt ist vielleicht die Tatsache, dass Bill Miller auch auf
jenen Sinatra-Alben, die zusammen mit den Pianisten und Bandleadern
Count Basie bzw.
Duke Ellington entstanden, auf mehreren Stücken am Klavier zu hören ist.

Meine hochgeehrten Leserinnen und Leser: Wenn Sie demnächst wieder einmal ein Album
des Barden auf den Teller legen, so achten Sie dann diesmal besonders auf den im Hintergrund agierenden Schnauzbart Miller, welcher die Tasten zu streicheln vermochte, wie kein anderer
Pianist, welcher je in Sinatras Diensten stand!





 
Schaffen und Wirken:

Schnauzbart Miller wirkte
ab 1952 bei so gut wie allen Studio-Produktionen von Sinatra mit, ausgenommen
derer, welche in den Jahren
1977-85 entstanden sind.

Bei Sinatra hatte er über vierzig Jahre lang die Funktionen des Pianisten sowie Orchesterleit- ers bei Tourneen inne, mitunter auch wechselweise.

Platten unter eigenem Namen
hat er nie aufgenommen.