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“Basically, I'm for anything that gets you through the night - be it prayer, tranquilizers or a bottle of Jack Daniels.”

“Critics don't bother me because if I do badly, I know I'm bad before they even write it. And if I'm good, I know I'm good. I know best about myself, so a critic doesn't anger me.”

“The thing that influenced me most was the way Tommy played his trombone. It was my idea to make my voice work in the same way as a trombone or violin - not sounding like them, but "playing" the voice like those instrument- alists.”
Sorry, no java browser
Der Barde im Wandel der Jahre

Wertes Publicum: Auch äußerlich machte Sinatra während seiner langen Karriere eine gewaltige, ja geradezu erstaunliche Metamorphose durch: Vom jungen, schlaksigen - und vielleicht auch etwas geckenhaften - Mitt-Zwanziger über den nunmehr bereits mit sich lichtendem Haupthaar kämpfenden Mann mittleren Alters bis hin zum toupet- tragenden, von den Jahren ungewöhnlich deutlich gezeichneten Grandseigneur des amerikanischen Entertainments.

Rechterhand, meine sehr verehrten Damen und Herren, sehen Sie Sinatras Wandlung ganz besonders deutlich und prägnant: Ihr PC-System muss allerdings die Wieder- gabe von Java-Applets erlauben, um Sie, meine Damen und Herren, in den Genuss dieser Animation versetzen zu können.

Besonders auffallend ist die kontinuierliche Gewichtszunahme des Sängers - ja, in
der Tat: Flatterten Sinatras Anzüge in den ersten Jahren seiner Karriere geradezu an seiner spindeldürren Gestalt, so sprengte später der beleibte über-60-Jährige fast seine Smokings.

Seit spätestens Ende der 50er Jahre entschied sich Sinatra, mithilfs künstlicher Haarteile seine schwindende Lockenpracht zu kaschieren. - Freilich mit sehr unter- schiedlichem, teils sogar reichlich groteskem Ergebnis: Insbesondere die Toupets
der 70er-Jahre sind großteils ein ästhetischer Fehlgriff und es wäre vielleicht sogar würdevoller gewesen, den Mangel offen vor sich her zu tragen als ihn mit teils wirklich sehr geschmacklosen Substituten verbergen zu wollen. Sanges-Kollege Bing Crosby beispielsweise war ebenfalls Toupet-Träger, wählte aber seine Behelfe stets nach den Kriterien absoluter Natürlichkeit - und zwar sehr im Gegensatz zu Sinatra, welcher
hier - leider, wie man sagen muss - oft genug wenig geschmacksicher agierte.

Hier hätte Sinatra umsichtiger zu Werke gehen sollen, nein: müssen.

Über all die Jahre weitgehend unverändert zeigte sich hingegen das Gebiss des Sängers - nicht nur der junge, sondern später sogar noch der greise Sinatra stellte stets ein makelloses und strahlend weißes Gebiss zur Schau - eine in der Tat eindrucksvolle Demonstration zahnärztlich-kiefer-chirurgischer Kunst.